Mitten in der Nacht stürzen zwei Waggons eines Güterzugs in München von einer Eisenbahnbrücke. Für eine Person endet der dramatische Vorfall tödlich.
Bei dem Güterzug-Unglück in München ist ein Mensch ums Leben gekommen. Das gab die Polizei bekannt. Nähere Angaben zur Person lagen zunächst nicht vor. Bei dem Vorfall stürzten in der Nacht zwei Waggons eines Güterzugs von einer Eisenbahnbrücke etwa fünf Meter in die Tiefe.
Aus bislang ungeklärten Gründen waren zwei Güterzüge zu dem Zeitpunkt beim Rangieren auf der Eisenbahnbrücke zusammengestoßen, wie eine Polizeisprecherin vor Ort sagte. Durch die Kollision sei einer der Züge entgleist, woraufhin zwei Waggons von der Brücke hinuntergefallen seien.
Mit dem einen Ende lagen die beiden Waggons daraufhin nebeneinander auf der Schleißheimer Straße, während sich das andere Ende noch auf der Brücke befand. Am Morgen begann die Bergung der Waggons – wie lange sie dauern wird, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Es wurde damit gerechnet, dass die Unglücksstelle im Stadtteil Milbertshofen möglicherweise noch bis Sonntag gesperrt bleiben könnte.
Keine Folgen für den Regional- und Fernverkehr
In den Waggons befand sich nach Angaben der Polizei keine Ladung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht.
Im Regional- und Fernverkehr sollte es auch keine Einschränkungen geben: Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt wird.
Viele Fragen zu dem Unglück blieben am Vormittag noch offen. Unklar ist unter anderem, aus welchem Grund die Züge bei den Rangierarbeiten zusammenstießen. Auch die Schadenshöhe ließ sich noch nicht abschätzen.
dpa
