“Zumutung”: Schwesig kritisiert maroden Ersatzverkehr

Ministerpräsidentin Schwesig fordert Verbesserungen beim Ersatzverkehr zwischen Berlin und Hamburg. “Die Standards müssen eingehalten werden”, betont die SPD-Politikerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat den Ersatzverkehr für die derzeit gesperrte Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg kritisiert. “Das ist eine Zumutung für unsere Pendlerinnen und Pendler”, sagte die SPD-Politikerin dem Nordkurier.

Im Zentrum der Kritik steht das Unternehmen Ecovista, das den Ersatzverkehr mit Bussen betreibt. Schwesig: “Es geht nicht, dass Ecovista sich erst um einen solchen Auftrag bewirbt und dann nicht ordnungsgemäß abliefert.” Reisende hatten marode Busse, Fahrzeugausfälle und das Fehlen von digitalen Fahrgastinfos beklagt. Grund ist ein Streit zwischen Ecovista und einem Investor, von dem das Unternehmen die etwa 200 Busse geleast hatte.

Die Strecke zwischen der Haupt- und der Hansestadt ist seit mittlerweile sieben Monaten gesperrt und wird generalsaniert. Nicht zuletzt wegen des Winterwetters hatte die Bahn schon Anfang Februar eingeräumt, das der anvisierte Freigabetermin am 30. April nicht zu halten ist. Am Ende dieser Woche soll ein neuer Termin für das Ende der Baumaßnahmen genannt werden.

Schwesig setzt sich nun für eine Verbesserung des aktuellen Zustands ein. “Die Landesregierung ist mit der Bahn im Austausch”, sagte die Ministerpräsidentin dem Nordkurier: “Insbesondere die Pendlerinnen und Pendler brauchen einen funktionierenden Ersatzverkehr. Es muss sichergestellt sein, dass er ausreichend, pünktlich und barrierearm ist und dass alle Standards eingehalten werden.”

dpa