Mehr als 400 Fachleute diskutierten in der vergangenen Woche über Digitalisierung und Zuverlässigkeit im Schienenpersonennahverkehr. Beim Branchentreffen des Bundesverbands SchienenNahverkehr standen konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung des Systems im Mittelpunkt.
Beim 25. „Treff.SchienenNah“ des Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) haben Vertreterinnen und Vertreter der Bahnbranche verstärkte Anstrengungen für mehr Zuverlässigkeit und eine konsequente Nutzung vorhandener Digitalisierungstechnologien gefordert. Zu der Tagung am 25. und 26. Februar kamen nach Verbandsangaben mehr als 400 Expertinnen und Experten zusammen.
BSN-Präsident Peter Panitz bezeichnete die Wiederherstellung der Zuverlässigkeit als dringendste Aufgabe. Anhaltende Unpünktlichkeit führe zu Unzufriedenheit bei Fahrgästen und Personal. Zugleich mahnte er eine langfristige und auskömmliche Finanzierung der Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr an. Auch DB-Regio-Vorstandschef Harmen van Zijderveld plädierte für gemeinsame Lösungen angesichts der überlasteten Infrastruktur.
Im Fokus stand zudem die Digitalisierung. Vertreter aus Unternehmen und Politik verwiesen auf die Umsetzung bestehender Technologien wie Automatic Train Operation und die Ausrüstung mit ETCS. Einigkeit habe darin bestanden, dass weniger ein Erkenntnis- als vielmehr ein Umsetzungsproblem bestehe.
Die Branchenvertreter diskutierten über Strategien zur Stabilisierung des Systems. Neben einer konsequenten Sanierung der Infrastruktur wurden die temporäre Entlastung stark frequentierter Knoten sowie gezielte Aus- und Kleininvestitionen genannt. Vertreter von DB InfraGO betonten in der Debatte die Notwendigkeit langfristiger Planung und gesicherter Finanzierung durch den Bund.
EVN
