Lübeck bleibt vorerst weiter ohne reguläre Fernverkehrsanbindung

Lübeck bleibt nach Angaben der Bundesregierung bis auf Weiteres ohne reguläre Fernverkehrsanbindung. Eine Wiederaufnahme sei erst mit der Inbetriebnahme der Schienenanbindung nach Dänemark über die Feste Fehmarnbeltquerung möglich.

Die Stadt Lübeck wird nach Angaben der Deutschen Bahn vorerst nicht wieder regulär an den Fernverkehr angebunden. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, soll eine Fernverkehrsanbindung erst mit der Inbetriebnahme der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung möglich sein.

Im Nahverkehr sei Lübeck weiterhin im 30-Minuten-Takt mit Hamburg verbunden, wo zahlreiche Umsteigemöglichkeiten in den Fernverkehr bestünden. Zudem werde die Stadt noch bis 30. April von drei baubedingt umgeleiteten Intercity-Zügen der Relation Hamburg–Rostock pro Tag und Richtung bedient.

Ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung nach Dänemark ist laut Bundesregierung nicht absehbar. Die DB InfraGO AG rechne mit einer Verzögerung des Projekts über das Jahr 2029 hinaus. Als Gründe werden Schwierigkeiten beim Abschluss der Planungen und bei der Erlangung des Baurechts genannt. Auch die dänische Seite habe im September 2025 mitgeteilt, dass das Ziel einer Tunneleröffnung im Jahr 2029 gefährdet sei. Das Bundesverkehrsministerium stimme sich mit dem dänischen Verkehrsministerium über einen neuen, belastbaren Zeitplan ab.

EVN