Angesichts verzögerter Bauarbeiten auf der Strecke Berlin–Hamburg verlangen die SPNV-Aufgabenträger mehr Planungssicherheit. Kurzfristige Änderungen belasteten Fahrgäste und Unternehmen und gefährdeten das Vertrauen in die Sanierungsstrategie.
Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) hat angesichts der Verzögerungen bei der Sanierung der wichtigen Trasse zwischen Berlin und Hamburg eine verlässlichere Planung gefordert. Hintergrund sind die jüngst bekannt gewordenen Terminverschiebungen. Für die Bauarbeiten, die im August 2025 gestartet waren, wurde die Strecke voll gesperrt. Züge werden seither umgeleitet oder durch Ersatzverkehre ersetzt.
BSN-Präsident Peter Panitz erklärte, die erneuten Verzögerungen strapazierten die Geduld der Fahrgäste erheblich. Es bestehe die Gefahr, dass Eisenbahnunternehmen langfristig Kundinnen und Kunden im Nah- und Fernverkehr verlieren. Zudem müssten Planerinnen und Planer kurzfristig auf neue Einschränkungen reagieren und bestehende Konzepte überarbeiten.
Nach Angaben des Verbands wirken sich die Verzögerungen auch auf weitere bereits geplante Sanierungsmaßnahmen aus, die verschoben werden müssten. Der BSN fordert daher rasche Klarheit über die konkreten Auswirkungen sowie eine gegenüber Störungen – etwa durch Frost – widerstandsfähigere Zeitplanung bei künftigen Bauprojekten.
Ende April sollte die Sanierung der Trasse Hamburg–Berlin abgeschlossen sein. Daraus wird nichts. Die Deutsche Bahn hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin wegen des Winterwetters deutlich in Verzug geraten ist. Bundes- und Landesminister warfen dem Konzern mangelnde Planung vor und forderten einen raschen, verbindlichen Zeitplan.
EVN
