Die Deutsche Bahn führte ab Februar großangelegte Streckensanierungen in Bayern durch. Trotz der Sperren und Umleitungen wollen die ÖBB ein stabiles Zugangebot sicherstellen. Pendler und die österreichische Industrie sollen weiterhin zuverlässig versorgt werden.
Ab Anfang Februar beginnen in Bayern umfangreiche Sanierungsarbeiten der Deutschen Bahn, die den Bahnverkehr in Oberösterreich und Salzburg spürbar beeinflussen. Während die Strecken Regensburg–Nürnberg und Passau–Obertraubling zeitweise vollständig gesperrt werden, leiten die ÖBB rund 80 Güterzüge pro Tag über die Weststrecke zwischen Salzburg und Linz um, um die Versorgung der Industrie zu sichern. Zwischen 7. Februar und 13. Juni kommt es zu Einschränkungen im Fernverkehr über Passau, die ICE-Verbindungen zwischen Wien und Nürnberg entfallen, und Umleitungen über Ingolstadt führen zu etwa 60 Minuten längeren Fahrzeiten. Für Reisende wird München Hbf zum zentralen Umsteigeknoten. Zusätzlich zum Zwei-Stunden-Takt Budapest–Wien–München (RJX-Linie) soll ein zusätzliches ICE-Zugpaar von Wien über Passau nach München und retour das Angebot verstärken.
Von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 sind auch regionale Fahrpläne betroffen: Einige Fernverkehrszüge zwischen Linz und Salzburg entfallen, um Platz für den Nahverkehr zu schaffen. Die Linie R21 wird zeitweise verkürzt, die Linien S2 und REX21 erhalten angepasste Abfahrtszeiten.
Trotz dieser Maßnahmen bleibt auf den Hauptachsen ein dichter Taktverkehr erhalten, teilten die Österreichischen Bundesbahnen mit. Die ÖBB und Westbahn koordinieren ihre Angebote, um Reiseketten möglichst stabil zu halten. Langfristig sichern die Baustellen in Deutschland eine leistungsfähigere Infrastruktur – zum Vorteil auch für den Bahnverkehr in Österreich und Europa.
EVN
