CDU‑Verkehrspolitiker Björn Simon kritisiert die Bahn scharf für den Kauf von BYD‑E‑Bussen. Er warnt vor Sicherheitsrisiken durch Softwarezugriffe und fordert, dass sich eine solche Vergabe nicht wiederholen dürfe.
Die Union hat die Entscheidung der Deutschen Bahn, im Rahmen einer Großbestellung auch Elektrobusse des chinesischen Herstellers BYD zu beschaffen, scharf kritisiert. Die Beschaffung sei “aus industriepolitischer Sicht, aber auch mit Blick auf mögliche Risiken durch softwarebasierte Fernzugriffe” sehr “kritisch”, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Björn Simon (CDU), der Welt am Sonntag.
Er erwarte, dass sich eine solche Beauftragung nicht wiederhole. “Das habe ich auch persönlich gegenüber der Bahnchefin, Frau Evelyn Palla, bereits deutlich gemacht”, erklärt der CDU-Politiker.
Die Deutsche Bahn hatte im Dezember angekündigt, über Rahmenverträge mehr als 3.000 neue Elektro- und Hybridbusse zu beschaffen, rund 200 davon von BYD. Sicherheitsexperten und mehrere Politiker warnen vor möglichen Risiken digital vernetzter Fahrzeuge, etwa durch Over-the-Air-Updates. Die Bahn und das Bundesverkehrsministerium verweisen darauf, dass alle Fahrzeuge die geltenden Zulassungs- und Sicherheitsanforderungen erfüllten.
dts Nachrichtenagentur / EVN
