Zwischen Friedrichshafen und Lindau kommt es zu einem Bahnunfall. Die Feuerwehr bringt die Reisenden aus dem Zug. Noch sind viele Fragen offen.
Ein Regionalzug mit 24 Fahrgästen an Bord ist auf der Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau gegen einen Bootsanhänger geprallt. Der Anhänger habe auf freier Strecke, fernab von einem Bahnübergang, auf den Gleisen gestanden, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Feuerwehr evakuierte den Zug, verletzt wurde niemand. Auf dem Anhänger befand sich kein Boot.
Der Lokführer hatte kurz nach Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost in Richtung Lindau einen Gegenstand auf den Gleisen erkannt. Der Zug war bereits mit 110 Kilometern pro Stunde unterwegs, als der Lokführer die Schnellbremsung einleitete. Er konnte den Zusammenstoß mit dem leeren Anhänger nicht mehr verhindern.
Kräfte der Feuerwehr schnitten den verkeilten Anhänger heraus. Nach Angaben der Polizei fuhr der Zug nach Abschluss der Ermittlungen zum nächstgelegenen Bahnhof Friedrichshafen-Ost und schließlich in eine Wartungshalle weiter. Die 24 Fahrgäste wurden aus dem Regionalzug gebracht und mit einem Bus weitertransportiert.
Die Sperrung der eingleisigen Strecke wurde nach knapp drei Stunden aufgehoben. An dem Einsatz waren neben Bundes- und Landespolizei auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Bahnmitarbeiter beteiligt. Für eine bessere Übersicht hatte die Polizei einen Hubschrauber eingesetzt. Wie der Anhänger auf die Gleise gelangte, war noch unklar. Auch zur Schadenshöhe machte die Bundespolizei zunächst keine Angaben.
dpa / EVN
