Mit den Stationen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia erhält Rom zwei neue U-Bahn-Haltestellen im historischen Zentrum. Sie verbinden moderne Mobilität mit archäologischer Geschichte – und machen antike Funde für Fahrgäste sichtbar.
Nach mehr als einem Jahrzehnt Bauzeit hat Rom zwei neue Metro-Stationen im Herzen der Stadt eröffnet. Die Haltestellen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia erweitern die Linie C, die bislang am Bahnhof San Giovanni endete. Beide Stationen wurden als sogenannte Museumsstationen konzipiert: Archäologische Funde, die beim Bau entdeckt wurden, sind direkt in die Gestaltung integriert. Damit können Reisende am Kolosseum oder bei den Kaiserforen römische Relikte auf dem Weg zum Bahnsteig betrachten.
Bürgermeister Roberto Gualtieri sprach bei der Eröffnung von einem historischen Moment für die Stadt und ihre Besucher.
Die unterirdische Station Colosseo/Fori Imperiali reicht 32 Meter in die Tiefe und erstreckt sich über vier Ebenen. In Porta Metronia wurde eine römische Kaserne freigelegt, die ab Februar besichtigt werden kann.
Der 3,6 Kilometer lange Bauabschnitt war wegen der empfindlichen archäologischen Umgebung besonders aufwendig. Langfristig soll die Linie C bis zur Piazza Venezia und zum Petersdom verlängert werden – perspektivisch sogar bis zum Olympiastadion im Norden Roms.
EVN
