Zwei neue Großsolarparks für Bahnstrom entstehen in Bayern und Baden-Württemberg

Mit der Blue Elephant Energy GmbH hat die Deutsche Bahn zwei langfristige Ökostromverträge abgeschlossen. Der Solarstrom aus neuen Großanlagen soll ab 2027 rund 14 Millionen ICEKilometer pro Jahr ermöglichen und die Bahn ihrem Klimaziel näherbringen.

Die Deutsche Bahn (DB) erhöht ihren Anteil an erneuerbarer Energie und hat dazu zwei langfristige Stromlieferverträge mit der Hamburger Blue Elephant Energy GmbH unterzeichnet. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wird die Konzerntochter DB Energie insgesamt rund 2,5 Terawattstunden Solarstrom aus zwei neu entstehenden Großsolarparks beziehen.

Die Anlagen in Schafhöfen (Bayern) und Aulendorf (Baden-Württemberg) sollen bis Mitte 2027 ans Netz gehen. Der Solarpark Schafhöfen mit einer Leistung von 266 Megawatt Peak wird nach Angaben der DB der zweitgrößte Deutschlands sein. Insgesamt werden mehr als 370.000 Solarmodule auf einer Fläche von über 300 Fußballfeldern installiert. Der kleinere Standort Aulendorf kommt auf 53 Megawatt Peak.

Die Verträge laufen bis zu 13 Jahre und sollen der Bahn jährlich Strom für rund 14 Millionen ICEKilometer liefern. Inklusive geplanter Batteriespeicher solle der Solarstrom künftig flexibler und netzdienlicher eingesetzt werden, erklärte DBEnergieGeschäftsführer Florian Reuter.

BlueElephantEnergyChef Felix Goedhart betonte, die Projekte leisteten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung der Energieversorgung. Die schnelle Umsetzung zeige, dass Großprojekte „in Deutschlandgeschwindigkeit“ möglich seien.

Derzeit deckt die Bahn rund 70 Prozent ihres Bahnstrombedarfs aus erneuerbaren Energien. Bis 2040 strebt der Konzern Klimaneutralität an. Seit 2025 werden alle Bahnhöfe, Werke und Büros, die durch DB Energie versorgt werden, vollständig mit Ökostrom betrieben.

EVN