Innerdeutscher Luftverkehr schwächelt – Verlagerung auf Fernzüge


BERLIN | Der Reiseverkehr innerhalb Deutschlands verlagerte sich 2023 weiter vom Flugzeug auf die Bahn.

Während das Sitzplatzangebot bei innerdeutschen Flügen über die Drehkreuze Frankfurt und München um 14 Prozent im Vergleich zu 2022 gewachsen ist, ging es bei anderen deutschen Flughäfen, die diese beiden Städte nicht als Start- oder Zielort hatten, um zwei Prozent zurück. Das zeigen Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Die sogenannten dezentralen innerdeutschen Flüge würden zunehmend durch digitale Kommunikation und Verkehrsverlagerungen etwa auf die Schiene ersetzt, hieß es von Seiten des Verbands.

Dazu passt, dass bei der Deutschen Bahn die durchschnittliche Reiseweite in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen ist. 2022 gab es eine deutliche Steigerung auf 316 Kilometer. Wie ein Bahn-Sprecher mitteilte, wurde dieser Wert 2023 nach vorläufigen Zahlen noch einmal übertroffen. „Ein XXL-ICE mit 918 Sitzen beispielsweise bietet fünfmal mehr Plätze als ein typisches Mittelstreckenflugzeug“, sagte der Sprecher. „Dadurch ist in der Regel genügend Kapazität vorhanden, um während des Streiks an den Flughäfen auf die DB umsteigende Reisende aufzunehmen.“


EVN / dpa