Bahnvorstand im Führerstand – Peterson steuert ICE im Simulator


FULDA | Der Chef des Personenfernverkehrs der Deutschen Bahn, Michael Peterson, hat das Trainingszentrum des DB-Konzerns in Fulda besucht.

Bei seinem Aufenthalt steuerte der 53 Jahre alte Manager im Simulator einen ICE 3 neo von Fulda nach Würzburg, teilte die Bahn auf ihren Social-Media-Kanälen mit.

Wie Peterson auf der Business-Plattform LinkedIn erläuterte, sei er anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums bei der Bahn von seinem Büro mit diesem „ganz besonderen Geschenk überrascht“ worden. Erstmals sei er dabei in die „Rolle des Lokführers“ geschlüpft. Mit bis zu Tempo 280 ging es über die Nachbildung der echten Hochgeschwindigkeitsstrecke. „Auch das Schneetreiben und eine Fahrzeugstörung der Störstromüberwachung konnten mich nicht aufhalten. Zwischendurch hat mich nur ein liegen gebliebener Güterzug ausgebremst, der das Regelgleis blockierte. Was war denn da los Dr. Sigrid Evelyn Nikutta? 😉“, schrieb Peterson zu seinem Ausflug als Lokführer für einen Tag.

Die Deutsche Bahn betreibt bundesweit insgesamt 20 Trainingssimulatoren. Hier lernen angehende Lokführer in der Ausbildung verschiedenste Ereignisse des Bahnbetriebs nahezu realistisch kennen. Aber auch erfahrene Lokführer müssen sich in diesen Einrichtungen regelmäßig prüfungsähnlichen Situationen stellen.

Den Angaben zufolge verbringen die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zusammen rund 67.000 Stunden pro Jahr in den Simulatoren. In Fulda steht laut Bahn neben dem modernsten ICE auch die älteste Generation für Trainingszwecke zur Verfügung.


EVN