VZBV beklagt fehlende Planungssicherheit bei Deutschlandticket


BERLIN | Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat sich unzufrieden mit den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde im Kanzleramt zum Deutschlandticket gezeigt.

„Das Gezerre um die Finanzierung des Deutschlandtickets geht in die nächste Runde“, sagte VZBV-Chefin Ramona Pop am Dienstag. Bund und Länder hätten es versäumt, Verbrauchern Planungssicherheit zu geben. Stattdessen müssten sie nun mit Preiserhöhungen rechnen. „Das macht das Deutschlandticket weder attraktiver noch verlässlicher“, so Pop.

„49 Euro sind für viele Menschen bereits die Schmerzgrenze. Eine Anhebung des Preises gefährdet die Akzeptanz des Deutschlandtickets.“ Nach dem Beschluss der MPK sollen nicht verbrauchte Mittel aus diesem Jahr im kommenden Jahr zum Ausgleich finanzieller Nachteile bei den Verkehrsunternehmen eingesetzt werden; die weitere Finanzierung soll erst 2024 geklärt werden.

Im Gegensatz zum VZBV verteidigte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz: Der Beschluss bekräftige noch einmal das im vergangenen Jahr vereinbarte Finanzkonzept und zeige, dass die von den Ländern losgetretene Debatte über die Finanzierung des Deutschlandtickets vollkommen überflüssig gewesen sei, so der Minister. „Die nächsten Schritte dafür sind mehr Digitalisierung des ÖPNV-Angebots, der Verzicht auf Konkurrenzprodukte und eine konsequente Vereinfachung der Strukturen.“ Wissing rief die Landesverkehrsminister auf, „sachlich am Erfolg des Deutschlandtickets zu arbeiten“ und aufzuhören, es „ohne Not infrage zu stellen“.


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dts Nachrichtenagentur / EVN