Schorfheidebahn RB 63 soll nicht weiter verlängert werden – Alternative geplant


TEMPLIN / JOACHIMSTHAL | Das Brandenburger Verkehrsministerium will den Probebetrieb der verlängerten Schorfheidebahn RB 63 in der Uckermark wie geplant beenden – aber durch einen Busring mit deutlich mehr Angebot ersetzen.

Geplant ist ein „Uckermark-Ring“ mit Plus-Bussen von Prenzlau über Templin, Joachimsthal, Angermünde, Schwedt und Passow, der werktags zwischen 6 und 20 Uhr im Stundentakt und am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt fahren soll. Ein Plus-Bus fährt öfter als andere Linien und hat Anschluss zu Bahnlinien. Das geht aus einer Erklärung hervor, die Verkehrsminister Guido Beermann und Uckermark-Landrätin Karina Dörk (beide CDU) am Dienstag unterzeichneten und die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Der Probebetrieb der RB 63 zwischen Joachimsthal und Templin soll im Dezember trotz Forderungen nach einem Erhalt enden – weil laut Ministerium weniger Fahrgäste damit fahren als angepeilt und die Strecke marode ist. Die Strecke solle aber wie geplant auf Nutzen und Kosten geprüft werden, sagte Beermann.

Der Uckermark-Busring mit drei neuen und zwei bestehenden Plus-Bus-Linien soll eine Länge von insgesamt 190 Kilometer haben und zum 1. Juni 2023 starten. Dörk hält das Projekt, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, für einen Gewinn und für ein Modell für andere Regionen.


EVN / dpa

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