Bahnchef lehnt kurzfristig neues Rabattticket im Nahverkehr ab


BERLIN | Bahnchef Richard Lutz warnt davor, die Rabattaktion im Nahverkehr fortzuführen.

„Unsere Infrastruktur kommt gerade auf Engpassstrecken und an überlasteten Knotenpunkten an ihre Grenzen“, sagte Lutz dem Handelsblatt. Bei „aller berechtigten Begeisterung“ gebe er außerdem zu bedenken, dass die Inflation alles drastisch verteuere und diese negativen Auswirkungen auf die Investitionen in die Schiene noch gar nicht im Bundeshaushalt abgebildet seien.

Sollten sich Bund und Länder dennoch auf eine Nachfolgelösung des Neun-Euro-Tickets verständigen wollen, so sei dies laut Lutz angesichts der Lage auf dem Schienennetz nur unter einer Bedingung zu vertreten: Es wäre „eine gute Idee“, für jeden Euro, der in ein Nachfolge-Ticket fließe, mindestens einen Euro in die Verbesserung des Angebots und den Ausbau der Infrastruktur zu stecken.

Die Bahn hat nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Monaten 26 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft.


EVN / dts Nachrichtenagentur | Foto: DB AG / Pablo Castagnola
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