DB Schenker verteidigt Übernahme von USA Truck – Deal macht „beide Seiten stärker“


ESSEN | Der Chef der Bahntochter DB Schenker, Jochen Thewes, hat die Übernahme des Transportanbieters USA Truck verteidigt.

Der Deal mache „beide Seiten stärker“, sagte er der Wochenzeitung Die Zeit. DB Schenker profitiere vom „starken Landverkehrsnetz von USA Truck, und USA Truck erhält Anschluss an das globale Schenker-Netz“.

Schenker übernimmt im Zuge der Vereinbarung rund 1.900 Trucks, die vorrangig mit Dieselmotor betrieben werden. Eine Diskrepanz zu den selbst gesteckten Klimazielen sieht Thewes darin nicht. „Seien wir realistisch: Die fossile Vergangenheit ist, zumindest für einige Jahre noch, auch ein Teil unserer Zukunft. Würden wir in Europa oder den USA morgen komplett auf E-Antriebe umstellen, stünde einen Tag später die Wirtschaft still.“

Vor knapp einer Woche waren die Pläne zur Übernahme des 1983 gegründeten US-Unternehmens durch die Logistiktochter der Deutschen Bahn bekannt geworden. Der Firmenwert von USA Truck beläuft sich nach Angaben von Schenker auf rund 435 Millionen US-Dollar (rund 413 Millionen Euro). Das Unternehmen hat rund 2.100 Mitarbeiter.

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EVN / dts Nachrichtenagentur | Foto: USA Truck / DB AG / Max Lautenschläger
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