Güterbahnen-Vorstand Kerkeling: Hochleistungsnetz-Pläne von Bahn und Bund zu vage


BERLIN | Die Wettbewerbsbahnen im Schienengüterverkehr haben wenig Vertrauen in die Ankündigungen von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Bahnchef Richard Lutz, dass durch Korridorsanierungen alles besser wird.

Nach Ansicht des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) und seines Güterbahnen-Bündnisses sei es gut, dass Bund und Deutsche Bahn versprochen hätten, die Schmerzen der Bahnreisenden durch baustellenbedingte Engpässe und Störungen zu lindern. Bei der Vorstellung ihres Konzepts zum künftigen Baustellenmanagement seien Wissing und Lutz allerdings „zu vage“ geblieben.

„Hochleistungsnetz ist eine undefinierte PR-Floskel für Strecken, auf denen schon heute bis zu 250 Züge am Tag fahren müssen. Die Bündelung von Baumaßnahmen in Korridoren hatten schon Andi Scheuer und der DB-Vorstand 2019 angekündigt“, sagte Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender der GÜTERBAHNEN. Mehr Datentransparenz, zähl- und berechenbare Versprechen für Verbesserungen vor 2024 oder zusätzliche Bundesmittel gäbe es bislang nicht. Die Wettbewerbsbahnen im Güterverkehr seien jedenfalls nicht bereit einen Vertrauensvorschuss zu geben, betonte er. Man werde das Verhältnis von Ankündigung und Entwicklung kontinuierlich überprüfen.

Schienennetz soll mit „Generalsanierung“ zuverlässiger werden


EVN | Foto: DB AG / Volker Emersleben / NEE
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