ÖBB-Güterbahn unterstützt Ukraine bei Getreide-Export


WIEN | Die ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Group (RCG) unterstützt die Ukraine beim Export ihrer Getreideerzeugnisse in Richtung Deutschland und Österreich.

Seit Kriegsbeginn habe die ÖBB ihre Transporte von der Ukraine nach Deutschland verstärkt, teilte das Unternehmen mit. Außerdem sei am vergangenen Freitag die erste Getreidelieferung für Österreich eingetroffen. Damit sei der von Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) angekündigte Grüne Korridor aktiv, hieß es.

„Einerseits unterstützen wir bei Hilfstransporten und andererseits wollen wir einen kleinen Beitrag zum wirtschaftlichen Überleben der Ukraine leisten. Daher fahren wir regelmäßig Getreidetransporte aus der Ukraine nach Europa und wollen in nächster Zeit hier auch noch verstärken“, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä. „Unser Ziel ist, Österreich in Zukunft verstärkt als Drehscheibe für Rohstoff-Lieferungen aus der Ukraine zu positionieren“, betonte Köstinger.

RCG transportiere seit jeher Getreide aus der Ukraine. Seit Beginn des Krieges seien die Transporte allerdings verstärkt worden – vorwiegend in Richtung Norddeutschland. Von März bis April 2022 habe das Unternehmen 30 Getreidezüge aus der Ukraine organisiert. In Summe seien dabei bereits 60.000 Tonnen Getreide transportiert worden, erklärte ein ÖBB-Sprecher. Seit diesem Monat wurde den Angaben zufolge die Anzahl der Transporte nochmals verdoppelt. Künftig seien mindestens zwei Getreide-Transporte pro Monat nach Österreich vorgesehen. Jeder Zug bestehe aus 25 Schüttgutwagen und transportiert jeweils 1.400 Tonnen Getreide, teilte die ÖBB weiter mit.


EVN | Foto: ÖBB / Andreas Scheiblecker
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