SBB bauen Bahnhof Frauenfeld für mehr Zugverbindungen aus

Mit neuen Gleisanlagen soll der Bahnhof Frauenfeld leistungsfähiger werden. Ziel ist es, Engpässe zu beseitigen und zusätzliche Zugverbindungen im Personen- und Güterverkehr zu ermöglichen.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erweitern die Gleisanlagen am Bahnhof Frauenfeld. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Ausbau künftig zusätzliche Zugverbindungen ermöglichen und die Stabilität des Fahrplans verbessern.

Der Bahnhof ist ein wichtiger Knoten auf der Strecke Zürich–Winterthur–Weinfelden–Romanshorn und bietet Anschlüsse im Fern- und Regionalverkehr. Gleichzeitig dient der Standort als bedeutender Güterverkehrspunkt für SBB Cargo.

Kern des Projekts ist ein rund 400 Meter langes Wendegleis östlich des Bahnhofs. Dadurch sollen Reisezüge künftig effizienter wenden können, sodass mehr Verbindungen in Frauenfeld beginnen oder enden können. Ergänzt wird das Projekt durch zusätzliche Weichen sowie Anpassungen an der Signaltechnik.

Auch der Güterverkehr soll profitieren: Die bestehenden Gleise werden in beide Richtungen angebunden und für höhere Geschwindigkeiten ertüchtigt. Zudem sollen künftig Güterzüge mit einer Länge von bis zu 750 Metern und einem Gewicht von bis zu 1.600 Tonnen effizient verkehren können.

Die Vorarbeiten haben in den vergangenen Tagen begonnen und umfassen unter anderem Tiefbau-, Kabel- und Stahlarbeiten. Die Hauptarbeiten verzögern sich laut SBB-Angaben jedoch, da gegen die Vergabe eine Beschwerde eingereicht wurde. Die Kosten des Projekts belaufen sich demnach auf rund 82 Millionen Franken und werden über den Bahninfrastrukturfonds im Rahmen des Ausbauschritts 2035 finanziert.

EVN