Meldungen in der Übersicht: 100-Jähriger auf Gleis von Straßenbahn gestoßen / Mann wird am Bahnhof tödlich von Zug erfasst / Steine auf Rheintalbahn-Gleise gelegt / Bundespolizei sucht Zeugen nach sexueller Belästigung / Zahlreiche Menschen gedenken 18-jährigem U-Bahn-Opfer
+++ Ludwigshafen: 100-Jähriger auf Gleis von Straßenbahn gestoßen +++
Ein 100 Jahre alter Mann ist in Ludwigshafen an einer Straßenbahnhaltestelle auf die Gleise gestoßen und verletzt worden. Der Tatverdächtige soll etwa 17 bis 19 Jahre alt gewesen sein, wie die Polizei mitteilte. Der Senior war demnach am Montagnachmittag an der Haltestelle Südwest-Stadion auf die Gleise gestürzt und hatte ersten Kenntnissen nach leichte Verletzungen erlitten. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
+++ Denzlingen: Mann wird am Bahnhof tödlich von Zug erfasst +++
Ein 51 Jahre alter Mann ist in Denzlingen (Landkreis Emmendingen) von einem durchfahrenden Zug erfasst worden. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Mann am Samstag die Schienen betreten haben, um die Gleise zu überqueren. Dabei übersah er offenbar einen herannahenden Zug. Der Lokführer leitete eine Schnellbremsung ein, trotzdem erfasste der Zug den 51-Jährigen mit hoher Geschwindigkeit. Die Bahnstrecke blieb während der Unfallaufnahme drei Stunden lang gesperrt, wodurch es zu Verzögerungen im Zugverkehr kam. Die Kriminalpolizei Freiburg hat die Ermittlungen übernommen.
+++ Sinzheim: Steine auf Rheintalbahn-Gleise gelegt +++
Unbekannte Täter haben bei Sinzheim (Kreis Rastatt) Schottersteine auf die Gleise der Rheintalbahn am Haltepunkt Sinzheim Nord gelegt. Ein Güterzug fuhr darüber, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Lokführer leitete eine Bremsung ein. Da ein Unfall mit einem Menschen zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Bahnstrecke knapp eine Stunde lang gesperrt. Vor Ort fand die Bundespolizei mehrere Schottersteine auf dem Bahnsteig und Steinmehl auf den Schienen. Das Wartehäuschen am Bahnsteig wies ebenfalls Beschädigungen auf, die voraussichtlich durch Steine entstanden sind. Reisende im Häuschen sahen den Angaben zufolge zwei dunkelhaarige Jugendliche von 14 bis 16 Jahren mit dunklen Bomberjacken vom Treppenaufgang weglaufen. Eine Fahndung blieb am Mittwoch zunächst ergebnislos.
+++ Aschaffenburg: Bundespolizei sucht Zeugen nach sexueller Belästigung +++
Nach einer Serie sexueller Belästigungen am Hauptbahnhof Aschaffenburg fahndet die Bundespolizei nach einem unbekannten Mann. Wie die Beamten mitteilten, wurden seit dem 12. Februar vier gleichgelagerte Fälle gemeldet. Der Verdächtige soll im Bahnhofsbereich gezielt Frauen angesprochen und darum gebeten haben, ihre Schuhe ansehen zu dürfen. Anschließend habe er sich vor die Betroffenen gekniet und deren Schuhsohlen abgeleckt. Die geschilderten Abläufe seien nach Angaben der Ermittler übereinstimmend. Die zuständige Inspektion in Würzburg ermittelt. Der Bahnhofsbereich ist videoüberwacht, die Aufnahmen werden ausgewertet. Zudem hofft die Bundespolizei auf Hinweise aus der Bevölkerung.
+++ Hamburg: Zahlreiche Menschen gedenken 18-jährigem U-Bahn-Opfer +++
Drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau auf dem U-Bahnhof Wandsbek-Markt haben zahlreiche Menschen erneut an die 18-jährige Iranerin erinnert. Am Mittwochabend versammelten sich rund 40 Menschen in unmittelbarer Nähe des Tatortes am U-Bahnhof Wandsbek-Markt. Aufgerufen zu der Gedenkkundgebung hatte das Anti-Feminizid-Netzwerk Hamburg. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein 25 Jahre alter Südsudanese die ihm unbekannte 18-Jährige am 29. Januar im U-Bahnhof Wandsbek-Markt gepackt und sich mit ihr vor einen einfahrenden Zug geworfen. Beide starben noch am Tatort. Die junge Frau wurde auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Auch die Hamburger Bürgerschaft hatte ihr gedacht. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit sprach den Angehörigen ihr Beileid aus und verurteilte den Mord als Femizid.
EVN / dpa
