Stromunfall in Berlin: BVG warnt ausdrücklich vor Betreten des Gleisbereichs

Nach dem Tod eines 17-jährigen Jugendlichen warnen die Berliner Verkehrsbetriebe eindringlich vor dem Betreten des Gleisbereichs.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) äußerten sich tief betroffen zum tödlichen Stromunfall eines Jugendlichen am U-Bahnhof Deutsche Oper. „Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen und Freund*innen des Unfallopfers“, teilte das Unternehmen mit.

Die U-Bahnen in Berlin werden über eine Stromschiene mit Energie versorgt. „Diese Stromschienen stehen im Regelbetrieb dauerhaft unter einer Spannung von 750 Volt Gleichstrom“, teilte die BVG weiter mit. Der kontinuierliche Stromfluss sei grundlegende Voraussetzung für den sicheren und zuverlässigen Betrieb.

Bei dem Zug auf dem betroffenen Gleis habe es sich um eine für den Betrieb ab Samstagmorgen abgestellte U-Bahn gehandelt. „Auch abgestellte Züge benötigen Strom, unter anderem für sicherheitsrelevante Systeme und betriebliche Funktionen“, erklärte das Unternehmen. „Deshalb gilt ausnahmslos: Der Gleisbereich darf niemals betreten werden.“

Die BVG warnte erneut „ausdrücklich und mit Nachdruck“ davor, dass das Betreten des Gleisbereichs lebensgefährliche und tödliche Folgen haben könne.

Für einen 17-Jährigen ist eine Feier mit Freunden im U-Bahnhof Deutsche Oper am frühen Samstagmorgen tödlich geendet. Der junge Mann erhielt einen Stromschlag, als er eine heruntergefallene E-Zigarette unter einer abgestellten U-Bahn aus dem Gleisbereich holen wollte. Nach Angaben der Polizei habe er die Stromschiene neben dem Gleis berührt oder sei ihr zu nahegekommen. Er starb noch vor Ort an den Folgen des Stromschlags.

Ein Fremdverschulden schloss die Polizei aus. Seelsorger standen nach dem Unfall bereit, um die anwesenden Jugendlichen zu betreuen. Weitere Details wurden auch am Sonntag nicht bekannt.

EVN / dpa