Millionenschaden nach Güterzugentgleisung bei Raubling nahe Rosenheim

Auf der Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Kufstein ist am Mittwochnachmittag ein Kesselwagen eines Güterzuges entgleist. Der Wagen blieb unversehrt, es trat kein Gefahrgut aus. Der Sachschaden geht jedoch in die Millionen.

Am 31. Dezember 2025 ist auf der Bahnstrecke Rosenheim–Kufstein bei Raubling ein Kesselwagen eines Gefahrgut-Transports entgleist. Laut Feuerwehr bliebt der mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff beladene Kesselwagen unversehrt. Der Kesselwagen fuhr mit einem entgleisten Drehgestell offenbar über mehrere Kilometer neben dem Schienenstrang. Dabei wurden Schienen, Schwellen und Gleisanlagen erheblich beschädigt.

Der Lokführer brachte den Zug auf Höhe Raubling zum Stehen. Da der entgleiste Kesselwagen in das Gegengleis hineinragte, war zunächst eine vollständige Streckensperrung und damit verbunden eine vorübergehende Einstellung des Zugverkehrs zwischen Rosenheim und Kufstein unabdingbar, wie die Bundespolizei mitteilte. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

In der Nacht gelang es laut Mitteilung, den beschädigten Waggon mittels Spezialbergegerät aus dem Bereich des Gegengleises zu bergen, um einen eingleisigen Bahnbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Der Gesamtschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Ob sich die notwendigen Reparaturarbeiten tage- oder gegebenenfalls sogar wochenlang hinziehen werden, sei nach Angaben der Bundespolizei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Über die Unfallursache liegen bislang keine Erkenntnisse vor, die Ermittlungen dauern an.

Neben Polizei, Feuerwehr und Bahn-Notfallmanagement waren auch die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung und das Technische Hilfswerk im Einsatz. Anwohner meldeten zudem Schäden an geparkten Autos durch umherfliegende Schottersteine durch den entgleisten Zug.

EVN