Großübung im Bahntunnel – Simulierte ICE-Entgleisung mit Dutzenden Verletzten

Bei einer nächtlichen Großübung in Baden-Württemberg haben Einsatzkräfte ein schweres Zugunglück in einem Tunnel simuliert. Rund 50 „Verletzte“ und der Einsatz von Rettungszügen stellten die Beteiligten vor komplexe Herausforderungen.

Zahlreiche Einsatzkräfte haben in der Nacht zum Sonntag Rettungsmaßnahmen anhand eines fiktiven Zugunglücks auf der Schnellfahrstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart unter realistischen Bedingungen geprobt. Wie die Nachrichtenagentur Einsatz-Report 24 berichtete, wurde die Entgleisung eines ICE in einem Tunnel mit rund 50 Verletzten simuliert.

Die Übung begann am Samstagabend gegen 23 Uhr im Bereich Forst im Landkreis Karlsruhe und war in zwei Einsatzabschnitte an den jeweiligen Tunnelportalen gegliedert. Beteiligt waren mehrere Feuerwehren aus der Region, Rettungsdienste des Deutschen Roten Kreuzes, Einheiten des Bevölkerungsschutzes sowie die Deutsche Bahn.

Eine zentrale Rolle spielten zwei Rettungszüge aus Mannheim und Stuttgart, die speziell für Einsätze in Tunneln konzipiert sind. Sie transportierten Ausrüstung und unterstützten die Evakuierung der „Fahrgäste“. Zusätzlich wurden an beiden Tunnelportalen Behandlungsplätze eingerichtet, an denen die Verletzten versorgt wurden.

Ein Teil der Betroffenen wurde über die Rettungszüge aus dem Tunnel gebracht, andere konnten sich eigenständig ins Freie retten. Parallel koordinierte ein Führungsstab auf Kreisebene den Einsatz.

Die Bahnstrecke war für die Dauer der Übung gesperrt. Ziel der Maßnahme war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen sowie Abläufe bei komplexen Schadenslagen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

EVN