Pro Gäubahn begrüßt S21-Verschiebung und fordert dauerhaften Kombibahnhof

Das Pro-Gäubahn-Landesbündnis sieht in der Verschiebung der Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 eine “gute und erfreuliche Nachricht”. Zugleich fordert die Initiative eine dauerhafte Lösung für die Strecke der Gäubahn im Stuttgarter Bahnknoten.

Das Bündnis Pro Gäubahn bezeichnet die Verschiebung der Teilinbetriebnahme des Projekts Stuttgart 21 voraussichtlich auf das Jahr 2030 als “gute und erfreuliche Nachricht”. Damit sei eine befürchtete Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen vorerst vom Tisch, teilte die Initiative mit. Für Fahrgäste und Anlieger bedeute dies eine spürbare Entlastung.

Zugleich warnt das Bündnis, die Problematik werde damit lediglich zeitlich verschoben. Gefordert wird eine dauerhafte Sicherung der Gäubahn-Anbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof. Als zentrale Lösung sieht Pro Gäubahn einen langfristigen Kombibahnhofbetrieb aus bestehendem oberirdischen Kopfbahnhof und neuem Tiefbahnhof.

Die Initiative verlangt von Politik und Deutscher Bahn, die oberirdischen Gleisanlagen zu erhalten, die Bestandsstrecke der Gäubahn bis Stuttgart Hauptbahnhof (oben) dauerhaft zu nutzen und den geplanten Pfaffensteigtunnel nicht weiterzuverfolgen. Zudem wird ein zweigleisiger Ausbau der Strecke zwischen Horb und Tuttlingen gefordert.

Von der künftigen Landesregierung erwartet das Bündnis Initiativen für einen leistungsfähigen Bahnverkehr im Raum Stuttgart und entlang der internationalen Verbindung zwischen Deutschland und der Schweiz.

EVN