Zwölfjähriger stellt sich nach Angriff an S-Bahnhof und weitere Meldungen

Meldungen in der Übersicht: Zwölfjähriger stellt sich nach Angriff an S-Bahnhof / Ticketloser Fahrgast flüchtet über Gleise / 28-Jährige bestiehlt Fahrgast im ICE / Zwei Tatverdächtige nach Smartwatch-Diebstahl im ICE / 19-Jährige mit geladener Schreckschusswaffe am Bahnhof

+++ Berlin: Zwölfjähriger stellt sich nach Angriff an S-Bahnhof +++

Ein Zwölfjähriger hat sich nach einem tätlichen Angriff auf einen 26-Jährigen in Berlin der Polizei gestellt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte, soll der Junge den Mann am Sonntagabend in Berlin-Neukölln eine Treppe eines S-Bahnhofs hinuntergetreten haben. Videoaufnahmen aus Überwachungskameras zeigten demnach, wie ein Jugendlicher dem Opfer in den Rücken gesprungen sei. Der 26-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Neben dem Zwölfjährigen stellten sich drei weitere Jugendliche im Alter von 15 sowie zweimal 14 Jahren. Ob Beteiligte die Tat mit Mobiltelefonen filmten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die vier Minderjährigen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der 26-Jährige konnte das Krankenhaus auf eigenen Wunsch noch am Montagabend verlassen.

+++ Weimar: Ticketloser Fahrgast flüchtet über Gleise +++

Ein 26 Jahre alter Mann ist am Montagnachmittag nach einer Fahrkartenkontrolle am Bahnhof Weimar über die Gleise geflüchtet. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Mann zuvor ohne gültiges Ticket von Kranichfeld nach Weimar unterwegs. Bei der Kontrolle soll er unkooperativ gewesen sein und ein augenscheinlich unechtes Identitätspapier vorgelegt haben. Nach der Ankunft des Zuges rannte er über die Bahngleise und wurde später in Weimar-Nord von Beamten der Polizeiinspektion gestellt. Anschließend übergaben sie ihn der Bundespolizei. Bei dem Mann aus Benin wurden hochwertige Technikartikel der Marke Apple sichergestellt, für die er keine Eigentumsnachweise vorlegen konnte. Zudem führte er einen belgischen und einen österreichischen Personalausweis mit sich, die als Totalfälschungen eingestuft wurden. Gegen den 26-Jährigen wird nun wegen mehrerer Straftaten ermittelt.

+++ Mannheim: 28-Jährige bestiehlt Fahrgast im ICE +++

In einem ICE auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Mannheim ist es am Montag zu einem Diebstahl gekommen. Laut Mitteilung der Bundespolizei, verließ ein 47-jähriger Deutscher während der Fahrt kurzzeitig seinen Sitzplatz. Eine 28-jährige Deutsche soll daraufhin Bargeld und Kopfhörer an sich genommen haben. Nach Ankunft am Mannheimer Hauptbahnhof durchsuchten alarmierte Einsatzkräfte den Sitzbereich. Dabei fanden sie einen Großteil des entwendeten Bargeldes in einem Aschenbecher versteckt. Zudem entdeckten die Beamten bei der Tatverdächtigen Betäubungsmittel sowie ein Einhandmesser. Gegen die Frau wurden Strafverfahren wegen Diebstahls mit Waffen sowie wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Bundespolizei auf rund 200 Euro.

+++ Berlin: Zwei Tatverdächtige nach Smartwatch-Diebstahl im ICE +++

Die Bundespolizei hat am Montagnachmittag zwei Männer nach einem Diebstahl in einem ICE vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Behörde beobachteten Ermittler eines Fachkommissariats des Landeskriminalamts Berlin gemeinsam mit zivilen Einsatzkräften zwei polizeibekannte Taschendiebe im Berliner Hauptbahnhof. Die Beamten begleiteten die Männer in einen Fernzug und nahmen dort eine mutmaßliche Diebstahlhandlung wahr. Am Bahnhof Spandau verließen die Tatverdächtigen den Zug und kehrten mit einer Regionalbahn zum Hauptbahnhof zurück. Dort erfolgte die vorläufige Festnahme der beiden polnischen Staatsangehörigen. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte eine zuvor entwendete Smartwatch und stellten sie sicher. Gegen die 44- und 55-jährigen Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen kamen sie wieder auf freien Fuß.

+++ Gelsenkirchen: 19-Jährige mit geladener Schreckschusswaffe am Bahnhof +++

Eine Streife der Bundespolizei hat am Montagabend im Hauptbahnhof Gelsenkirchen zwei 19-Jährige kontrolliert, die unter ihren Jacken Schutzwesten trugen. Einer der beiden gab an, eine Schusswaffe in seiner Umhängetasche mit sich zu führen. Die Beamten stellten in der Tasche eine geladene Schreckschusswaffe sicher. Einen erforderlichen Waffenschein konnte der 19-jährige Deutsche aus Essen nicht vorweisen. Er wurde belehrt und machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Identität beider Männer wurde festgestellt, zudem erfolgte eine erkennungsdienstliche Behandlung. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden sie entlassen; ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde eingeleitet.

EVN