Plasser & Theurer fordert bessere Rahmenbedingungen für Industriestandort Österreich

Beim Werksbesuch von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer in Linz drängte CEO Johannes Max-Theurer auf rasche Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Trotz hoher Belastungen investiert das Unternehmen bis 2030 weiter in den Standort.

Plasser & Theurer hat anlässlich eines Werksbesuchs von Österreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer am Montag in Linz auf verbesserte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen gedrängt. CEO Johannes Max-Theurer verwies auf hohe Energie- und Lohnnebenkosten, zunehmende regulatorische Belastungen sowie Fachkräftemangel als zentrale Herausforderungen für den Industriestandort.

Das Unternehmen investiert eigenen Angaben zufolge bis 2030 weiter in den Standort Linz, darunter rund 60 Millionen Euro in ein neues Montagewerk, das im Sommer in Betrieb gehen und rund 80 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen soll. Die Investitionen seien eine „Vorleistung“ in Produkt, Markt und Belegschaft.

Plasser & Theurer exportiert nach eigenen Angaben rund 93 Prozent seiner Produkte, überwiegend in Märkte außerhalb der EU. Kostensteigerungen im Inland könnten international kaum weitergegeben werden. Zudem verwies das Unternehmen auf Wettbewerbsnachteile gegenüber Anbietern aus teils stark subventionierten Nicht-EU-Staaten.

Gefordert werden unter anderem weniger Bürokratie, eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie mehr Reziprozität im internationalen Wettbewerb. Minister Hattmannsdorfer betonte beim Besuch die Bedeutung der Bahnindustrie für Österreich und verwies auf die Industriestrategie der Bundesregierung zur Stärkung von Schlüsseltechnologien.

EVN