Schon wieder Ärger im Zug: Ein Mann greift den Zugbegleiter an, wird festgenommen – und war kein Unbekannter.
Nur vier Tage nach einem Angriff auf einen Zugbegleiter hat das Amtsgericht Neumünster einen Mann wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der 43-Jährige hatte einen Zugbegleiter am Sonntag gegen 10.15 Uhr auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg durch einen Kniff und mehrere Tritte verletzt, wie Bundespolizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Urteil des Amtsgerichts vom Donnerstag ist noch nicht rechtskräftig. Aufgrund von Fluchtgefahr wurde der Mann aber in ein Gefängnis gebracht.
Der Vorfall im RE11265 passierte im Rahmen einer Fahrkartenkontrolle. Der Mann legte den Angaben zufolge keine Fahrkarte vor und versuchte stattdessen, sich in Richtung einer Tür zu entfernen, als sich der Zug dem Bahnhof Neumünster näherte. Der Zugbegleiter stellte sich dem Fahrgast jedoch in den Weg und es kam zu einer Rangelei.
Erst mit Hilfe eines weiteren Menschen gelang es dem Zugbegleiter, den 43-Jährigen am Boden zu fixieren. Bundespolizisten nahmen ihn kurze Zeit später fest. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten sie fest, dass der Mann bereits im Juli eine Zugbegleiterin angegriffen haben soll. Verschiedene Staatsanwaltschaften haben ihn zudem zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.
dpa
