Im westlichen Kanton Wallis ereignet sich ein Bahnunfall – ein Zug entgleist. Mehrere Menschen werden verletzt. An der Unfallstelle lag viel Schnee.
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Im Schweizer Kanton Wallis ist ein Zug entgleist. Bei dem Vorfall im Gebiet von Goppenstein seien fünf Personen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte eine Lawine kurz vor der Durchfahrt des Zuges die Bahnstrecke blockiert haben, hieß es.
Bei dem mittlerweile abgeschlossenen Einsatz wurden demnach insgesamt 29 Personen aus dem Zug gebracht.
Der Regionalzug war in den Morgenstunden bei der Ausfahrt aus einer Galerie – also einem überdachten Gleisabschnitt – entgleist. An der Stelle habe viel Schnee gelegen, berichtete ein Polizeisprecher.
Zuvor berichtete das Bahnunternehmen BLS, welches die betroffene Verbindung betreibt, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahegelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.
Vier der Verletzten konnten vor Ort versorgt werden. Nur eine Person sei in eine Klinik transportiert worden, hieß es von der Polizei.
Häuser wegen Lawinengefahr geräumt
Rund 60 Kilometer südwestlich von Goppenheim in der Gemeinde Orsières wurden rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner wegen Lawinengefahr vorsorglich aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Die Behörden verwiesen auf Unwetter mit starken Winden sowie zu erwartenden Niederschlägen. Die Leute dürfen frühestens Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor großer Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Grund wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen könnten spontan abgehen, also auch ohne menschliche Einwirkung, hieß es.
dpa / EVN
