Zugverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz wegen Vandalismus gestört

Unbekannte haben Kabel an einer Bahnstrecke in Leipzig beschädigt. Die Folgen bekommen nun Pendler und Reisende zwischen Leipzig und Chemnitz zu spüren. Wann der Schaden behoben sein wird, ist noch unklar.

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Nach Vandalismus an einer Bahnstrecke ist der Zugverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz gestört. “Unbekannte haben am Wochenende den Kabelkanal beschädigt, die Reparaturarbeiten laufen”, teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage mit. “Wir können aktuell leider noch keine Prognose geben, wann die Strecke wieder vollständig befahrbar sein wird.”

Die Linie RE6 wird von der Mitteldeutschen Regiobahn betrieben. Nach deren Angaben fallen mehrere Züge zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Leipzig-Liebertwolkwitz aus und werden durch Busse ersetzt. “Alle anderen Züge werden im Abschnitt Geithain–Leipzig Hbf ohne Zwischenhalt umgeleitet.” Die Einschränkungen im Zugverkehr werden nach Einschätzung der Mitteldeutschen Regiobahn voraussichtlich bis zum Dienstagmorgen andauern.

Es bestehe keine Gefahr, dass die auf diesem Abschnitt eingesetzten neuen Akkuzüge unterwegs liegenbleiben, hieß es auf Nachfrage. Da die Strecke nicht elektrifiziert ist, werden diese Züge jeweils an den Hauptbahnhöfen in Leipzig und Chemnitz geladen. Sie sind seit Monatsbeginn im Einsatz.

Sabotage an Bahnbrücke: Signaltechnik gezielt angegriffen

Nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen wurden die Kabel am Samstagnachmittag an einer Bahnbrücke in Leipzig-Volkmarsdorf beschädigt. Unbekannte Täter verschafften sich demnach Zugang zu einem Kabelschacht unter der Brücke und verursachten durch die Beschädigungen eine Signalstörung. Betroffen sei der Streckenabschnitt zwischen Engelsdorf und Leipzig Hauptbahnhof.

Das Landeskriminalamt Sachsen ermittelt wegen Störung öffentlicher Betriebe unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Leipzig und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Zeugen, die sich zum mutmaßlichen Tatzeitraum in der Nähe des Tatortes aufgehalten haben oder sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich zu melden.

dpa / EVN