Die SBB haben in Olten eine schweizweit einzigartige Instandhaltungshalle eröffnet. Der Neubau soll die Erneuerung und den Unterhalt von Zügen effizienter gestalten und die Zuverlässigkeit für Fahrgäste erhöhen.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben im Werk Olten eine neue Instandhaltungshalle offiziell in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der rund 6.500 Quadratmeter große Hallenanbau innerhalb von etwa zwei Jahren realisiert und bietet sechs neue Standplätze für Arbeiten wie Lackieren, Schweißen, Schleifen oder Sandstrahlen. Aufgrund der Dimensionen, der technischen Ausstattung und der Zuführung der Wagen über eine Schiebebühne ist die Anlage nach Angaben der SBB schweizweit einzigartig.
Der neue Hallenbereich spielt eine zentrale Rolle bei der Erneuerung von insgesamt 130 Doppelstockzügen der Zürcher S-Bahn, darunter Regio-Dosto- und Doppelstock-Triebzüge. Ziel ist es, die Fahrzeuge über ihre ursprüngliche Lebensdauer hinaus weitere sieben Jahre sicher und zuverlässig einzusetzen. In die beiden Flottenerneuerungen investiert die SBB nach eigenen Angaben mehr als 500 Millionen Franken. Fahrgäste sollen unter anderem von modernisierten Innenräumen, besserem Mobilfunkempfang und neuer LED-Beleuchtung profitieren.
Darüber hinaus setzt die SBB bei der Instandhaltung zunehmend auf digitale Technologien. So kommen Extended-Reality-Brillen zur Unterstützung der Mitarbeitenden zum Einsatz, während Virtual-Reality-Anwendungen die Planung neuer Werkhallen und Anlagen erleichtern sollen.
EVN
