Bundestagsabgeordneter kritisiert hohe Gehälter für Bahnvorstände

Der AfD-Abgeordnete Lars Haise hat die Vorstandsgehälter der Deutschen Bahn scharf kritisiert. Er verweist auf deutlich gestiegene Vergütungen trotz aus seiner Sicht verschlechterter Leistungskennzahlen des Konzerns.

Der ehemalige Lokführer und heutige Bundestagsabgeordnete Lars Haise (AfD) hat die Höhe der Vorstandsgehälter bei der Deutschen Bahn beanstandet. Anlass ist eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage, wonach die festen Vergütungen der Bahnvorstände zwischen 2022 und 2024 um rund 80 Prozent gestiegen seien. Die Gesamtbezüge hätten sich im selben Zeitraum um mehr als 17 Prozent erhöht und lägen nun bei über zehn Millionen Euro jährlich.

Haise stellte diese Entwicklung in Zusammenhang mit der rückläufigen Pünktlichkeit und sinkender Kundenzufriedenheit im Bahnverkehr. Zudem verwies er auf eine hohe Belastung der Beschäftigten.

Die aktuellen Bonus- und Vergütungsstrukturen seien aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt. Haise forderte eine Reform der Bonuszahlungen, mehr Transparenz bei Vergütungs- und Zielsystemen sowie eine grundlegende Neuordnung der Konzernführung.

EVN