Die Nordbahn begründet angekündigte Zugausfälle mit dem erwarteten Unwetter. Stattdessen sollen Busse fahren. Nun soll geprüft werden, ob und wann wieder Züge fahren können. Auch die S-Bahn Hamburg rät von Fahrten ab – wenn möglich.
Das Eisenbahnunternehmen Nordbahn hat wegen des erwarteten Unwetters an diesem Freitag angekündigt, zunächst alle Fahrten abzusagen. Die Prüfung der Lage werde bis zum Vormittag dauern, teilte die Nordbahn aus Kaltenkirchen mit. Danach solle entschieden werden, wann und wie der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Das Unternehmen kündigte an, Ersatzbusse einzusetzen – sofern das möglich sei.
Die Nordbahn betreibt Züge auf mehreren Regionalstrecken in Schleswig-Holstein – und verbindet beispielsweise Itzehoe mit Hamburg. Laut eigenen Angaben transportiert die Nordbahn täglich üblicherweise mehr als 45.000 Fahrgäste.
S-Bahn Hamburg: Wegen Schnee auf Fahrten verzichten
Angesichts erheblicher schneebedingter Betriebseinschränkungen hat die S-Bahn Hamburg dazu aufgerufen, auf alle nicht unbedingt nötigen Fahrten zu verzichten. “Da die Lage sich aktuell von Minute zu Minute verändert, kann es zu weiteren kurzfristigen Änderungen kommen”, hieß es von der Deutschen Bahn.
Metronom streicht mehrere Verbindungen
Auch das Eisenbahnunternehmen metronom kündigt für diesen Freitag witterungsbedingte Zugausfälle an. Aufgrund der erwarteten Unwetterlage fallen am Morgen sieben Verstärkerverbindungen auf den Linien Bremen–Hamburg und Hamburg–Uelzen aus. Das Unternehmen warnt zudem vor möglichen weiteren Ausfällen und Verspätungen, insbesondere wenn Weichen oder Anlagen der Deutschen Bahn durch das Wetter beeinträchtigt werden. Fahrgäste werden gebeten, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten und gegebenenfalls Alternativen zu prüfen.
NAH.SH weist auf mögliche Einschränkungen hin
Die Nahverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein (NAH.SH) hat auf mögliche Probleme wegen vorhergesagter Schneefälle hingewiesen. “Der Nahverkehr im hohen Norden rechnet damit, dass es aufgrund der extremen Wetterbedingungen ab Freitag teilweise zu Betriebseinstellungen ohne Ersatzverkehr kommen wird”, teilte NAH.SH mit. Der Nahverkehrsverbund riet, wenn möglich, ab Freitag früh auf Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten. In jedem Falle sollten sich Fahrgäste vor Antritt der Reise bei ihrem regionalen Verkehrsunternehmen informieren.
Da der Nahverkehr ein zusammenhängendes System sei, könnten auch Regionen von Einschränkungen betroffen sein, in denen die Wetterlage entspannter ist. “Wir bitten um Verständnis, dass es trotz aller Vorbereitungsmaßnahmen und dem Einsatz aller möglichen Kräfte am folgenden Wochenende zu Beeinträchtigungen und Ausfällen im Nahverkehr kommen kann”, so NAH.SH-Geschäftsführer Arne Beck. Die Situation könne sich kurzfristig auch noch ändern und die Lage weniger extrem sein als erwartet.
EVN / dpa
