Rund 20 Millionen Euro wollen Siemens Mobility und Railpool in ein gemeinsames Instandhaltungszentrum für Lokomotiven im Logistikzentrum Verona Interporto investieren. Das Depot soll Europas Schienengüterverkehr auf dem Brenner-Korridor stärken.
Siemens Mobility und Railpool planen den Bau eines neuen Lokomotiv‑Servicezentrums in Verona. Beide Unternehmen unterzeichneten eine Vereinbarung zum Erwerb eines rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstücks im Logistikzentrum Verona Interporto, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Investitionssumme beläuft sich auf etwa 20 Millionen Euro.
Das geplante Kompetenzzentrum wird als „Open‑Access“-Depot betrieben, in dem Lokomotiven verschiedener Hersteller gewartet werden können. Vorgesehen sind fünf Gleise für leichte Instandhaltungsarbeiten sowie eine Radsatzdrehbank. Gewartet werden sollen Mehrsystem‑ und Gleichstromloks, kompatibel mit den gängigen europäischen Zugsicherungssystemen.
Mit dem neuen Standort wollen Siemens Mobility und Railpool die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene entlang des Brenner‑Korridors unterstützen. Durch die geplante Eröffnung des Brennerbasistunnels bis 2032 wird eine Verdopplung der Transportkapazitäten über die Alpen erwartet.
Laut Siemens‑Mobility‑Chef Michael Peter wird das Zentrum zu einem wichtigen Baustein im europäischen Depotnetzwerk des Unternehmens und die Verfügbarkeit von Lokomotiven im grenzüberschreitenden Güterverkehr verbessern. Railpool‑CEO Torsten Lehnert betonte, der neue Standort erweitere das Servicenetz seines Unternehmens entlang zentraler europäischer Korridore.
Das Depot ergänzt das bestehende Siemens‑Servicezentrum in Novara, das seit 2015 mehr als 120 Lokomotiven betreut. Siemens Mobility betreibt weltweit über 100 Service‑Standorte, Railpool unterhält sechs eigene Werkstätten und bringt seine Ersatzteil‑ und Instandhaltungskompetenz in das Projekt ein.
EVN
