Glück im Unglück: Ein nur mit zwei Fahrgästen besetzter Zug gerät im Bahnhof Johanngeorgenstadt auf das falsche Gleis und landet im Sand. Es gibt keine Verletzten.
Ein aus Tschechien kommender Zug ist im Bahnhof von Johanngeorgenstadt (Erzgebirge) im sogenannten Sandgleis gelandet – einem speziellen Gleis zum Abbremsen eines Zuges. Wie die Bundespolizeiinspektion Klingenthal mitteilte, hatte der 75 Jahre alte tschechische Lokführer ein Haltsignal zur Einfahrt in den Bahnhof missachtet. In dem Zug hätten sich zwei Reisende befunden, alle seien unverletzt geblieben. Der Zug war auf der Strecke von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt unterwegs.
Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, war die Weiche zur Einfahrt in den Bahnhof noch nicht gestellt. Deshalb sei der Zug nicht am Bahnsteig eingefahren, sondern auf das Gleis, das mit einem Sandhügel endet. Der Triebwagen wurde am Sonntag wieder zurück auf die Schienen gesetzt. Die Bahnstrecke vom tschechischen Potůčky nach Johanngeorgenstadt sei zunächst gesperrt geblieben, die Strecke auf deutscher Seite in Richtung Zwickau aber nicht.
Die Bundespolizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
dpa / EVN
