Interimsstrecke für neue Berliner S-Bahn-Linie soll Ende des Jahres in Betrieb gehen


BERLIN | Der erste Abschnitt der geplanten neuen Nord-Süd-Verbindung der Berliner S-Bahn soll erst Ende dieses Jahres in Betrieb gehen und damit rund sieben Jahre später als ursprünglich geplant.

Zum nächsten großen Fahrplanwechsel am 14. Dezember soll die Linie S15 zwischen Gesundbrunnen und Berlin Hauptbahnhof erstmals unterwegs sein, wie der Bahn-Bevollmächtigte für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, am Freitag in Berlin sagte. Die Inbetriebnahme war wegen gestiegener Baukosten, der Coronakrise und Umplanungen immer wieder über Jahre verschoben worden.

Der Bauabschnitt gehört zur geplanten Nord-Süd-Verbindung, der “S21 Berlin”, mit der die Bahn das Berliner S-Bahn-Netz in einigen Jahren deutlich entlasten will. Sie soll vom Nordring über den Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Yorckstraße bis zum Südkreuz führen. Der erste Abschnitt verläuft zwischen dem Nordring und dem Hauptbahnhof und ist etwa 3,9 Kilometer lang. Zwei neue S-Bahn-Stationen sollen dafür entstehen, eine am Berliner Hauptbahnhof, die andere an der Perleberger Brücke westlich vom Nordhafen.

In Betrieb geht die Strecke Ende dieses Jahres indes nur im Interimszustand. Wann sie endgültig fertiggestellt wird, ist derzeit noch offen.

Berliner Fahrgäste müssen sich in diesem Jahr zudem auf weitere Bauvorhaben einstellen. Zwischen dem 16. August und dem 14. Dezember kommt es zu weitreichenden Einschränkungen auf der Fernzugstrecke Berlin-Hamburg. Dort sollen vorbereitende Arbeiten für die im Jahr darauf anstehende Generalsanierung der Strecke durchgeführt werden. Es kommt zu Umleitungen und längeren Fahrzeiten.

Weitere Bauarbeiten betreffen die Sanierung der Stadtbahn, auf der der Verkehr auf der Fern- und Regionalbahnseite noch bis zum 26. April eingleisig unterwegs ist. Vom 17. bis 29. Juli kommt es dort zudem zu einer Sperrung zwischen den Stationen Tiergarten und Alexanderplatz sowie vom 29. Juli bis 9. September zwischen Tiergarten und Friedrichstraße.


dpa