Ersatzverkehr für gesperrte Bahnstrecke Frankfurt–Mannheim angelaufen


FRANKFURT AM MAIN | Die Riedbahn ist drei Wochen lang gesperrt. Berufstätige, Schüler und andere Bahn-Reisende in drei Bundesländern müssen sich auf Ersatzverkehr und ausgedünnte Fahrpläne einstellen.

Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim ist seit 1. Januar um 23.00 Uhr gesperrt. Mit rund 1000 Busfahrten pro Tag will die Deutsche Bahn die Behinderungen für Reisende auf der Riedbahn-Strecke abfedern. Der Schienenersatzverkehr sei sehr gut angelaufen, berichtete der für den Ersatzverkehr zuständige Projektleiter Felix Thielmann am Dienstagmorgen. In Rheinland-Pfalz sind besonders Pendler, Schüler und Reisende in der Pfalz und in Mainz betroffen. Rund 300 Züge fahren nach Bahnangaben auf der Strecke, 15 000 Fahrgäste seien insgesamt betroffen.

Bahnverbindungen zwischen Mainz-Laubenheim und Bahnhof Römisches Theater sowie Hauptbahnhof entfallen in den drei Wochen, wie die Stadt mitteilte. Alternativ würden Stadtbuslinien eingesetzt.

Die Fernverkehrszüge werden zum Großteil über die parallel zur Riedbahn verlaufenden Strecken Mainz – Worms – Mannheim/Ludwigshafen (Ludwigsbahn) und Frankfurt am Main – Darmstadt – Heidelberg (Main-Neckar-Bahn) umgeleitet, wie eine Bahnsprecherin sagte. Damit möglichst viele Züge mit gleicher Geschwindigkeit auf den alternativen Routen verkehren könnten, müssten die ICE/IC außerdem etwas langsamer fahren. „Die Reisezeit verlängert sich so um circa 30 Minuten.“

Da die Kapazität auf den Umleitungsstrecken begrenzt sei, könne die Bahn nicht das volle Angebot fahren. „Regionalzüge werden daher teilweise durch Busse ersetzt und Takte ausgedünnt“, sagte die Sprecherin. Um dies auszugleichen, kämen auf der Main-Neckar-Bahn und der Worms-Strecke während der Generalsanierung der Riedbahn längere Regionalexpresszüge mit bis zu 800 Sitzplätzen je Fahrt zum Einsatz.

Die Deutsche Bahn will bis 2030 wichtige Teilstrecken „generalsanieren“. Damit verbunden sind weite Umleitungen für den Zugverkehr, der danach über Jahre ungestört laufen soll. Die Riedbahn ist die erste dieser Strecken. Sie wird pro Tag von mehr als 300 Fern-, Nah- und Güterverkehrszügen befahren.


dpa