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Bundespolizei registriert häufig Unfälle an Oberleitungen – Prävention weiter verstärkt


POTSDAM | Ungeachtet eindrücklicher Warnungen von Bundespolizei und der Deutschen Bahn verunglücken jedes Jahr bundesweit zahlreiche Menschen, weil sie auf Bahnanlagen Stromleitungen berührt haben oder ihnen zu nahe gekommen sind.

„Fast monatlich verzeichnet die Bundespolizei einen Bahn-Stromunfall von Kindern, Jugendlichen, aber auch von Heranwachsenden und Erwachsenen“, sagte eine Sprecherin in Potsdam. Meist sei die Ursache dafür Klettern auf Güterwagen oder auf Strommasten oder das sogenannte S-Bahn-Surfen. „Fast alle Unfälle endeten mit schwersten Verletzungen oder tödlich.“

Laut Bundespolizei ist ein „überwiegender Teil der Unfälle“ darauf zurückzuführen, dass jemand auf Waggons ein Selfie von sich oder andere Fotos machen wollte. Aber auch Leichtsinn und Mutproben seien Gründe für das lebensgefährliche Herumklettern auf Eisenbahnwagen. Die Gefahren auf Bahnanlagen rechtfertigten „auf keinen Fall eine coole Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken“, sagte die Sprecherin.

Bahn und Bundespolizei setzen deshalb auf Prävention, um Unfälle zu verhindern. Dazu gibt es demnach Gespräche vor Ort an Bahnhöfen, in Schulen und in Jugendeinrichtungen sowie Informationen über die Gefahren auf den Social-Media-Kanälen. Die Bahn hat nach eigenen Angaben ihre Aufklärungsarbeit seit gut anderthalb Jahren noch einmal verstärkt. es würden bundesweit sechs Präventionsteams eingesetzt.


EVN / dpa | Foto: EVN

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