Bund reagiert zurückhaltend auf Vorschlag für 69-Euro-Ticket


BERLIN | Das Bundesverkehrsministerium hat sich zurückhaltend zu einem Vorschlag zur Einführung eines dauerhaften 69-Euro-Tickets als Nachfolger des 9-Euro-Tickets geäußert.

Ein Sprecher von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte am Freitag in Berlin, es gebe ein verabredetes Verfahren, wonach im Herbst Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zur Zukunft und weiteren Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorliegen sollen. Die Organisation des ÖPNV liege bei den Ländern.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatte sich für ein dauerhaftes 69-Euro-Ticket ausgesprochen. Die Fahrkarte soll bundesweit für den ÖPNV gelten. Das 9-Euro-Ticket läuft Ende August aus.

Wissing hatte mehrfach deutlich gemacht, er wolle erst über Reformen im Nahverkehr sprechen und dann über Finanzierungsfragen. Ein zentraler Punkt für ihn sind einfachere Tarifstrukturen. Am Mittwoch hatte er erneut von einem „Tarifdschungel“ gesprochen.

ÖPNV-Flatrate für 69 Euro – Verkehrsunternehmen bringen möglichen Nachfolger für 9-Euro-Ticket ins Spiel


EVN / dpa | Foto: EVN