Der Intermodalanbieter CargoBeamer hat eine neue Bahnverbindung zwischen Lüttich (Belgien) und Domodossola (Italien) in Betrieb genommen. Die Relation stärkt das transalpine Netzwerk des Unternehmens und kompensiert Kapazitätsverluste nach dem Ende der Rollenden Landstraße.
CargoBeamer erweitert sein europäisches Netzwerk um eine neue Verbindung zwischen Lüttich und Domodossola. Der Start markiert den ersten Markteintritt des Unternehmens in Belgien, einem zentralen Logistikstandort für Straßen- und Luftfracht. Zunächst verkehren drei wöchentliche Rundläufe, im zweiten Quartal 2026 soll die Frequenz auf sechs Verbindungen steigen und das Angebot nach Norditalien verlängert werden, wie das Unternehmen mitteilte.
Auf der Strecke wird BLS Cargo die Traktion übernehmen, während in Belgien das Liège Logistics Intermodal Terminal und in Italien das DB Cargo Transa/FLS‑Terminal in Domodossola genutzt werden. Der Service ist für alle gängigen Ladeeinheiten geeignet, darunter auch nicht-kranbare Sattelauflieger.
Mit der neuen Relation reagiert CargoBeamer nach eigenen Angaben auf den Kapazitätsengpass im alpenquerenden Verkehr, der durch die Einstellung der Rollenden Landstraße Ende 2025 zwischen Deutschland und Italien entstanden ist. Pro Sendung ließen sich laut Mitteilung bis zu 86 Prozent CO₂ im Vergleich zum Straßentransport einsparen.
Boris Timm, Operativer Geschäftsführer bei CargoBeamer, sieht den Start als wichtigen Schritt für den Wandel hin zum unbegleiteten Kombinierten Verkehr. Mit der neuen Verbindung betreibt CargoBeamer nun über 50 wöchentliche Züge auf dem Rhein‑Alpen‑Korridor.
EVN
