Vor dem Internationalen Frauentag ziehen die ÖBB eine Bilanz zur Gleichstellung im Unternehmen. Der Frauenanteil im Konzern ist gestiegen, während der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt liegt.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verzeichnen nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Gleichstellung im Unternehmen. Wie der Konzern mitteilte, liegt der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied – der sogenannte Gender Pay Gap – konzernweit derzeit bei rund 1,5 Prozent und damit deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt von etwa 17,6 Prozent.
Der Frauenanteil im Unternehmen ist demnach in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt aktuell bei 17,5 Prozent, nach 11,7 Prozent im Jahr 2016. In Führungspositionen beträgt der Anteil von Frauen nach Unternehmensangaben inzwischen 22,8 Prozent.
Besonders deutlich sei der Anstieg in eisenbahnspezifischen Berufen. So lag der Frauenanteil bei Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern 2025 bei 32,4 Prozent, bei Lokführerinnen und Lokführern bei rund fünf Prozent und bei Busfahrerinnen und Busfahrern bei 9,9 Prozent.
Mit Blick auf die kommenden Jahre erwarten die ÖBB einen größeren Personalbedarf. Bis 2030 sollen jährlich rund 4.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden, unter anderem wegen eines Generationenwechsels, bei dem etwa ein Fünftel der Belegschaft in den Ruhestand geht.
Der Konzern setzt nach eigenen Angaben auf Programme zur Förderung von Frauen, darunter Mentoring- und Karriereprogramme, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
EVN
