In Katalonien kommt es bei einem Sturm zu einem weiteren Zugunglück. Es gibt einen Toten und mehr als 30 Verletzte. Was über den Unfall bei Barcelona bekannt ist.
Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Südspanien, durch das mindestens 42 Menschen starben, ist es im Nordosten des Landes zu einem weiteren tödlichen Bahnunfall gekommen. In Katalonien kam ein Lokführer ums Leben, wie der regionale Rettungsdienst mitteilte. Demnach wurden mindestens 37 weitere Menschen verletzt, fünf davon schwer.
Der Unfall ereignete sich am Dienstagabend nahe dem Ort Gelida, rund 30 Kilometer westlich von Barcelona. 20 Krankenwagen und Dutzende Sanitäter sowie Helfer seien an der Unglücksstelle nahe dem Ort Gelida östlich von Barcelona im Einsatz, teilte der Zivilschutz Kataloniens auf X mit. Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen.
Demnach war eine Stützmauer während eines heftigen Sturms mit starkem Regen auf die Gleise gestürzt und traf auch den Zug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.
Bahnverkehr in Katalonien eingestellt
Nach dem Unglück bleibt der Nah- und Regionalzugverkehr in Katalonien vorerst eingestellt. Der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif teilte mit, der Betrieb im Netz Rodalies de Catalunya bleibe ausgesetzt, bis die durch das Unwetter beschädigte Infrastruktur vollständig überprüft sei.
Zuvor war schon ein anderer Rodalies-Nahverkehrszug der Linie R2 weiter nördlich nahe dem Ort Blanes wegen eines Erdrutsches entgleist. Der Zug verlor eine Achse, über Verletzte wurde nichts mitgeteilt.
dpa / EVN
