Meldungen in der Übersicht: Aggressiver Fahrgast will Zug nicht verlassen / Tätliche und verbale Übergriffe in Regionalzug / Mann bedroht Passanten mit Axt am Bahnhof / Videoaufnahmen überführen dreisten Handydieb am Hauptbahnhof
+++ Dresden: Aggressiver Fahrgast will Zug nicht verlassen +++
In der Nacht zum Freitag wurde die Bundespolizei zum Bahnhof Dresden-Neustadt gerufen, nachdem ein Mann sich geweigert hatte, eine Regionalbahn zu verlassen. Beim Eintreffen der Beamten trafen sie auf einen stark alkoholisierten 19-Jährigen. Nach dem Aufwecken reagierte der Mann sofort aggressiv und schlug in Richtung der Polizisten. Trotz mehrfacher Aufforderungen weigerte er sich, den Zug zu verlassen, und setzte sich gegen die Maßnahmen der Einsatzkräfte zur Wehr. Dabei schlug er einem Beamten mit der Faust ins Gesicht, der leicht verletzt wurde. Die Bundespolizei konnte den Mann schließlich überwältigen und festnehmen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt. Der Vorfall führte zu einem kurzen Polizeieinsatz im Bahnhofsbereich, der Zugverkehr war davon nicht betroffen.
+++ Priestewitz/Coswig: Tätliche und verbale Übergriffe in Regionalzug +++
In einem Regionalexpress der Linie RE 50 von Leipzig nach Dresden kam es am Samstagabend (22. November) zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Nach Angaben der Bundespolizei ereigneten sich die Vorfälle gegen 23:00 Uhr zwischen Priestewitz und Coswig. Ein tunesischer Staatsangehöriger soll zunächst mit einem Mitreisenden in Streit geraten sein. Als zwei junge Männer eingriffen, um zu schlichten, wurden sie von dem Mann körperlich attackiert. Ein weiterer Fahrgast wurde verbal bedroht. Eskaliert sei die Situation, als der Lokführer den aggressiven Mann aus dem Zug verweisen wollte. Dabei wurde er selbst verletzt. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet betroffene Fahrgäste sowie Zeugen, sich zu melden.
+++ Anklam: Mann bedroht Passanten mit Axt am Bahnhof +++
Am Bahnhof in Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) soll sich ein Mann mit einer Axt aggressiv und bedrohlich gegenüber Passanten verhalten haben. Wie aus einer Mitteilung der Polizei hervorgeht, setzten die Beamten bei dem Vorfall am Freitagmittag Pfefferspray ein und drohten damit, Schusswaffen zu nutzen, um den 41-Jährigen zum Fallenlassen der Axt aufzufordern. Der Mann wurde anschließend von der Polizei in Gewahrsam genommen. Ein Atemalkoholtest ergab den Angaben zufolge einen Wert von 1,97 Promille. Die Polizei ermittelt demnach wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der 41-Jährige verletzte keine weiteren Passanten. Er selbst zog sich durch das Pfefferspray Reizungen an den Augen und im Gesicht zu. Er wurde unter Begleitung der Polizei ins Krankenhaus gebracht. Nach einer Blutprobe wurde er in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen. Der Mann ist der Polizei bereits bekannt, wie die Behörde mitteilte.
+++ Münster: Videoaufnahmen überführen dreisten Handydieb am Hauptbahnhof +++
In der Nacht zu Donnerstag haben Videoaufnahmen im Hauptbahnhof Münster einen 38-Jährigen als Taschendieb überführt. Während einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen nutzte der Mann das Durcheinander, um zwei Mobiltelefone zu stehlen. Die Bundespolizei konnte anhand der Aufzeichnungen nachvollziehen, wie der Täter nach der Tat den Bahnhof verließ. Auf dem Vorplatz trafen Polizisten den Mann an und fanden bei der Durchsuchung die gestohlenen Handys. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls eingeleitet. Die Hintergründe der vorausgegangenen Prügelei sind noch unklar und werden weiter untersucht.
EVN / dpa
